Hallux valgus - Frauenfüße aufgepasst!

Ein langes, festliches Abendkleid oder ein schickes Business-Kostüm erscheinen besonders elegant, wenn frau dazu Schuhe mit hohen Absätzen trägt. Wer jedoch zu häufig in Pumps und High-Heels unterwegs ist, riskiert eine Verformung der Füße – ein sogenannter Ballenzeh kann entstehen.

Von einem Hallux valgus sprechen Experten, wenn die Großzehen in Richtung Körperaußenseite zeigen. Dadurch erscheint es so, als würden Gelenke an den Innenseiten der Zehen sich hervorwölben.

Manche Menschen haben damit keinerlei Probleme, bei anderen führt der Hallux valgus zu starken Schmerzen. Am häufigsten sind in Deutschland Frauen über 50 Jahren betroffen.

Die Füße verformen sich meistens wegen dauerhafter Fehlbelastungen. Diese entstehen beispielsweise, wenn die Betroffenen lange Zeit zu enge oder zu hohe Schuhe tragen. Ein Hallux valgus kann aber auch aufgrund eines Spreizfußes entstehen. Auch dann wird der Vorderfuß zu stark belastet.


Hallux valgus rechtzeitig behandeln

Wem seine Ballenzehen Schmerzen oder andere Beschwerden bereiten, der sollte sich an einen Orthopäden oder Fußchirurgen wenden. Meist müssen Ärzte die Füße nur begutachten, um die Diagnose Hallux valgus zu stellen.

Wenn es nötig ist, erstellen sie zudem ein Röntgenbild. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Fehlstellung. Lassen sich die großen Zehen noch in die ursprüngliche Position bewegen, empfehlen Ärzte meist eine konservative Therapie. Das können spezielle Schienen, Polsterungen, Einlagen sowie eine Fußgymnastik sein.

Sport auch für die Fußmuskeln wichtig

Um einen Hallux valgus zu verhindern, achten Sie zunächst auf Ihr Schuhwerk. Müssen Sie beruflich oft hohe Schuhe tragen, packen Sie für den Heimweg bequemeres Schuhwerk ein. Stärken Sie zudem Ihre Zehen- und Fußmuskulatur. Übungen finden Sie unter anderem im Internet unter dem Suchbegriff „Hallux valgus Fußgymnastik“.